Bald 534 Kilometer Radwege in Ulsnis
Manchmal reicht ein Blick auf den NDR (am 18.3.2026), um sich zu fragen, ob hier jemand besonders viel Humor, besonders viel Stress, oder keine:n Korrektor:in – hatte. Mitten in unserem Ulsnis, ohne Wochenmarkt, ohne Kneipe, ohne Einzelhandel, soll sich bald ein Fahrradwegenetz schlängeln, das wirkt, als hätte man es für eine Millionenstadt entworfen. 534 Kilometer lang. Behauptet jedenfalls Jennifer Bruhn vom NDR. Also: Ölt schon einmal die Ketten und macht euch startklar. Vielleicht in Hestoft? Wo Andi und Marco den neuen Selfie-Startplatz geschaffen haben?
Neuer Selfie-Hotspot im Norden
Die erste offizielle Selfie-Station der Region ist in Hestoft eröffnet worden, und sie hat es in sich. Das Kunstwerk mit dem Titel »Fahrrad trifft Pyramide« stammt von niemand Geringerem als dem Eisenkünstler Andi Feldmann und seinem Kollegen Marco Strahl. Ihr Material: ausgediente Fahrradteile, ehrwürdiger Drahteselschrott und vermutlich eine gute Portion Fantasie. Das Ergebnis: eine Skulptur mit integrierter Smartphonehalterung für die Urlauber von heute. Kunst trifft Nutzen – und zwar frontal. Das Ganze steht hier.
Die Idee zu diesem ungewöhnlichen Fotospot entstand im Rahmen der aktuellen Zertifizierung der Ostseefjord Schlei GmbH zur Radreiseregion. Hier geht’s zur Pressemitteilung!
Während man beim Riesen von Ulsnis noch ehrfürchtig den Kopf in den Nacken legen musste, um das Kunstwerk zu würdigen, dreht sich in Hestoft nun alles um die perfekte Perspektive auf Augenhöhe. Statt Nackenstarre gibt es hier entspanntes Lächeln vor der malerischen Kulisse der Schlei – inklusive Selbstauslöser.
Dieser Selfiepoint ist erst der Anfang. Insgesamt vier dieser kreativen Haltepunkte sollen entlang beliebter Fahrradrouten rund um die Schlei entstehen. Man darf also gespannt sein, welche weiteren Kunstwerke künftig nicht nur die Landschaft verschönern, sondern auch die heimischen Fotoalben aufwerten.
Fotos mit freundlicher Genehmigung von Uwe Wallenstein
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20 Jahre Förderverein der Kirche zu Ulsnis
Es begann im Jahre 1998: Auf Initiative von Angela Jürgensen wird im Pastorat in Ulsnis ein Orgelbauverein gegründet. Die historisch bedeutsame Orgel unserer Kirche ist restaurierungsbedürftig. 54 Bürger*innen der Gemeinden Ulsnis und Steinfeld werden Mitglieder dieser Initiative und 2005, nachdem keine Verbindlichkeiten aus der Restaurierung mehr bestehen, wird die Vereinstätigkeit abgeschlossen.
Viele Mitglieder aber wollen weiterhin die Kirchengemeinde beim Erhalt der historischen Anlage von Kirche und Glockenturm unterstützen und im folgenden Jahr kommt es zur Gründung des »Fördervereins der Kirche zu Ulsnis«. 20 Jahre nach seiner Gründung hat der Verein mehr als 70 Mitglieder und kann auf eine Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte zurückblicken:
- Glockenturm öffentlich begehbar gestaltet
- Anschaffung einer Lautsprecheranlage in der Kirche
- Wiedererlangung und Restaurierung des gotischen Kruzifixes von 1240
- Hochzeitsstühle restauriert
- Beitrag zur Sanierung von Dachreiter und Turmuhr
- Beitrag zur Herstellung einer behindertengerechten Toilette mit Handlauf zu derselben
- Restaurierung historischer Gräber und Aufstellen der Grabplatten an der ehemaligen Leichenhalle
- Wiederherstellung des Steinwalls am Pastorat
- Kauf von Podesten
- Schaffung eines zweiten Toilettenraumes
- Erneuerung der Bänke am Glockenturm
- Anschaffung eines E-Pianos
- Beitrag für die Stele auf dem Urnenfriedhof
- Kauf und Pflanzung neuer Eichen am Friedhof
- Anschaffung neuer Paramente für Altar und Kanzel
- Aufstellen von Gießkannenhalterungen
Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde der Wunsch nach einer zusätzlichen Bank für den Friedhof geäußert. Dazu hatte ein Mitglied eine schöne Idee: Der Förderverein wird handgedrechselte Eier aus verschiedenen Hölzern bei den Veranstaltungen in der Kirche anbieten und damit die Bank finanzieren. Wir beginnen damit am 14. März bei dem Gospelkonzert.

Vieles wäre nicht möglich gewesen ohne die zahlreichen Sach– und Geldspenden, die wir erhalten haben. Und vieles wäre auch nicht möglich gewesen ohne die aktive Mitarbeit unserer Mitglieder. Ihnen allen gilt unser Dank. Ich persönlich bedanke mich auch bei meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Über neue, weitere Mitglieder würden wir uns selbstverständlich freuen.
Richard Krohn





































